Gemeindeort Roitzsch
Willkommen in Roitzsch
Der Ort Roitzsch mit seinen 365 Einwohnern (Stand 01.01.2026) liegt zwischen Feldern und Wiesen und wird vom Torgischen Weg und Lutherweg durchquert.
Roitzsch ist slawischen Ursprungs und wurde 1223 erstmalig erwähnt. 1508 entstand hier ein Rittergut. Das Jagdhaus, außerhalb gelegen im Zadlitzbruch, einem Hochmoorbruch, wurde während der Regierungszeit des Kurfürsten August von Sachsen angelegt. (Regierungszeit 1553 – 1586)
Der Zadlitzbruch ist ein Naturschutzgebiet, wo noch seltene Pflanzen wie Wollgras und der fleischfressende Sonnentau gedeihen. Kraniche haben hier ihre Brutplätze.
Schon von Weitem sieht der Wanderer den 1957 erbauten Funkturm, der sich auf dem höchsten Punkt der Umgebung über die Landschaft erhebt. Er wird als einer seiner letzten Art noch als Funkverstärker genutzt.
Das Heidedorf Roitzsch mit seiner im Zentrum gelegenen Dorfkirche, die aus dem 16. Jh. Stammt, hat seinen ländlichen Charakter bewahrt.
Die Dorfgaststätte „Zur Quelle“ hat nur abends geöffnet. Neben dem Feuerwehrgebäude auf dem Festplatz befindet sich ein Spielplatz sowie ein Fitnetplatz.
Am Ortsausgang Richtung Süptitz ist eines der hier zahlreichen Hühnengräber „Die Ruhe“ zu sehen. Es lohnt sich die reizvolle Umgebung von Roitzsch kennenzulernen und zu erkunden.
Chronik
| 1223 | erstmalige Erwähnung Rodewitz und heißt der „Ort des Rodes“. |
| 1349/50 | kaufte Bernhard von Heynitz, der ältere der 4 Brüder von Heynitz auf Trossin, 3 Bauerngüter in Roitzsch auf und gründete den Sadelshof |
| 1529 | gehört Roitzsch als Fillial zu Trossin mit 11 Hufner. Bereits schon im 15. Jh. Besitzt Roitzsch eine kleine Kirche, die über das Pfarramt Trossin geleitet wird. |
| 1637 | wurde Roitzsch, der Sadelshof und die Güter durch die Schweden arg zerstört. Der Gutsbesitzer schreibt: „Es sind noch 14 Untertanen vorhanden“. |
| 1671 | wird vermerkt: „Es existieren in Roitzsch der Junker von 4 aufgekauften Bauerngütern, 4 Bauern und 8 Gärtner“. |
| 1680 | der damalige Rittergutsbesitzer von Mücheln stellt einen Katecheten an, der für ein geringes Schulgeld die Kinder von Roitzsch unterrichtete. |
| 1700 | Das Dorf blühte wieder auf |
| 1827 | der Turm der Kiche wird gebaut. |
| 1846 | eine Ziegelei am Ziegelteich wurde von Jäger Adolph Peschlow gebaut. |
| 1880 | das Schulhaus wird neu gebaut |
| 1900 | Roitzsch hat 581 Einwohner, 550 aus dem Dorf und 31 vom gut. |
| 1921 | das Kriegerdenkmal wird eingeweiht |
| 1945 | das Gut wird enteignet, die Bodenreform durchgeführt, Umsiedler kommen ins dorf |
| 1948 | Roitzsch hat 840 Einwohner |
| 1949 | 5 Neusiedlerhäuser entstanden an der Torgauer Straße, weitere kommen hinzu |
| 1957 | der Fernseh- Dezimeterturm mit 21 Etagen und 80 m wird gebaut |
| 1959 | die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft LPG Typ III „Fortschritt“ Roitzsch wird gegründet |
| 1960 | ein Neubaublock mit 8 Wohneinheiten an der Torgauer Straße entsteht. |
| 1968 | die 500er Milchviehanlage wird in Betrieb genommen |
| 1974 | Roitzsch wird der Gemeinde Trossin angegliedert |
| 1991 | Roitzsch hat 540 Einwohner |
| 2023 | eine große 800 Jahrfeier wird durchgeführt. Anlässlich dieser Jahrfeier wird eine Chronik von Roitzsch gedruckt |



