Gemeinde Trossin
Willkommen in Trossin
Eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Feldern liegt der Ort Trossin mit 331 Einwohnern (Stand 01.01.2026)
Trossin ist slawischen Ursprungs und wurde 1237 erstmalig erwähnt. Das Dorf ist geprägt durch das 1349 erbaute Rittergut. Die Gutsanlage mit Schloss, Schlossteich und Parkanlage prägen das Ortsbild.
Im Gutshof befindet sich ein Laden mit Imkereibedarf.
Der Schlossteich mit Park bildet eine grüne Insel inmitten des Dorfes. Die 1776 vom damaligen Rittergutsbesitzer Frege neu errichtete und 1992 restaurierte Kirche ist eine Besichtigung wert.
Die bleiverglasten Fenster und eine Schleifladenorgel von 1777 sind einmalig. Auch finden wir in der Kirche viele alte Grabsteine und eine Lutherbüste. Auf dem angrenzenden Friedhof fallen die großen quaderförmigen Grabsteine der Familie Küstner ins Auge. Otto Küstner, 1931 hier verstorben, war ein großer Professor der Frauenheilkunde und Geburtshilfe seiner Zeit. Auf sein Wirken geht der Kaiserschnitt zurück.
Chronik
Trossin wird in den ältesten Urkunden „Drozzin“ genannt, was Sitz eines slawischen Edlen namens „Drozza“ bedeutet. Laut einer Urkunde des Staatsarchives Magdeburg wird Trossin erstmals im Jahre 1237 erwähnt.
Nach der schwedischen Zerstörung 1637 wurde der Ort als deutsche Anlage neu aufgebaut. Der Neuaufbau ist Ludwig Erasmus Ludwiger zu verdanken, der das Rittergut in Trossin 1665 gekauft hat.
Die Gemeindeflur hat eine Größe von 1379 ha und zwar 744 ha Feld, 487 ha Wald, 96 ha Wiese und Weide und 18 ha Wasserfläche. Der Rest entfällt auf Hofflächen, Wege und Ödland. Trossin liegt in einer etwas hügeligen und waldigen Gegend am Grenzbach.
1818 hatte die gesamte Dorf- und Kirchgemeinde Trossin mit der entlegenen Pechsiederei 70 Häuser und 425 Bewohner. Im Ort selbst lebten 240 Seelen in 34 Häusern. Außerdem rechnete man zur Gemeinde Trossin noch die Furthmühle, die Grüne Mühle, ein Weinberghaus, das Vitriolwerk Neusegental mit 3 Häusern und 12 Seelen sowie das auf einer Wüstung gelegene Örtchen Meltitz mit 27 Wohnungen und 143 Seelen.
In der Flur Trossin liegen 8 Teiche. Die beiden größten Teiche sind der Schlossteich mit 7 ha und der Furthmühlenteich mit 9,5 ha. Diese wurden schon von den Slawen angelegt.
Eine wichtige Bedeutung in der Geschichte Trossin’s hat das Rittergut, welches urkundlich erstmals als Lehn-Rittergut 1349/50 im Lehnbuch Friedrich des Strengen erwähnt wurde. Der Leipziger Kaufmann Christian Gottlob Frege, ehemaliger Besitzer des Rittergutes Trossin, hat sich als Wohltäter für Trossin einen Namen gemacht. Er ließ 1776 die alte Dorfkirche aus dem Jahre 1586 in ihrer jetzigen Größe errichten. Außerdem wurden zu seiner Zeit viele Gebäude im Ort gebaut. Er war es auch, der viele Straßen mit Linden bepflanzen ließ. Seit 1788 war das Rittergut im Besitz der Familie Küstner.
| 1945 | wird das Gut enteignet. |
| 1947/48 | entsteht hier eine Fachschule für Landwirtschaft |
| 1952 | entsteht das Volkseigene Gut |
| 1962 | eine Betriebsschule für Landwirtschaft |
| 1960 -63 | wird die Schule erweitert. Es entsteht die Polytechnische Oberschule, wo die Kinder bis zur 10. Klasse unterrichtet werden. |
| 1967 | wird eine Turnhalle gebaut und 1974 das Schulgebäude erweitert. |
| 1971 | lernen in der POS 306 Schüler |
| 1972 | wird die 2000er Milchviehanlage südlich von Trossin eingeweiht. |
| 1974 | wird Trossin das politische Zentrum der 3 Gemeindeorte Dahlenberg Roitzsch und Trossin |



