Trossin wird in den ältesten Urkunden “Drozzin” genannt, was Sitz eines slawischen Edlen namens “Drozza” bedeutet. Laut einer Urkunde des Staatsarchivs Magdeburg wird Trossin erstmal im Jahre 1237 erwähnt.

Nach der schwedischen Zerstörung 1637 wurde der Ort als deutsche Anlage neu aufgebaut. Der Neuaufbau ist Ludwig Erasmus Ludwiger zu verdanken, der das Rittergut 1665 gekauft hat.

Die Gemeindeflur hat eine Größe von 1.379 ha und zwar 744 ha Feld, 487 ha Wald, 96 ha Wiese und Weide und 18 ha Wasserfläche. Der Rest entfällt auf Hofflächen, Wege und Ödland. Trossin liegt in einer etwas hügligen und waldigen Gegend am Grenzbach.

1818 hatte die gesamte Dorf- und Kirchengemeinde Trossin mit der entlegenen Pechsiederei 70 Häuser und 425 Bewohner. Im Ort selbst lebten 240 Seelen in 34 Häusern. Ausserdem rechnete man zur Gemeinde Trossin noch die Furthmühle, die Grüne Mühle, ein Weinberg- Haus, das Vitriolwerk Neusegental mir 3 Häusern und 12 Seelen und das auf einer Wüstung gelegene Örtchen Meltitz mit 27 Wohnungen und 143 Seelen.

In der Flur Trossin liegen 8 Teiche. Die beiden grössten Teiche sind der Dorfteich mit 7 ha und der Furthmühlenteich mit 9,5 ha. Diese wurden von den Slawen angelegt.

Eine wichtige Bedeutung in der Geschichte Trossins hat das Rittergut, welches urkundlich erstmals als Lehn- Rittergut 1349/50 im Lehnbuch Friedrich des Strengen erwähnt wurde. Seit 1788 war das Rittergut im Besitz der Familie Küstner. Der Leipziger Kaufmann Christian Gottlob Frege hat sich als Wohltäter für Trossin einen Namen gemacht, da er 1776 die alte Kirche aus dem Jahr 1586 in ihrer jetzigen Grösse neu errichten ließ.

Heute wird der Ort geprägt durch die Gutsanlage mit Schloss, Schlossteich und die grosse Kirche. Im Gutshof befindet sich ein Erlebnisbienenhof. Die Dorfmühle, eine ehemalige Wassermühle, wird als Ökomühle betrieben.

Im Gemeindeamt, gleich neben der Kirche, ist eine Informationsstelle untergebracht. Hier befindet sich auch die neue Kindertagesstätte und das Feuerwehrgerätehaus